Stadtverband

Forderung nach einer Energiepreisbremse

Euskirchen. „Viele Pendler würden derzeit den Zahnarztbesuch der Tankstelle vorziehen, denn da tut es richtig weh.“ Mit diesen Worten fasst der Euskirchener CDU Landtagsabgeordnete Klaus Voussem die Stimmung unter den vielen Pendlerinnen und Pendlern im Kreis Euskirchen zusammen. „Diesen Menschen fressen die hohen Benzinpreise ein großes Loch in den Geldbeutel. In einem Flächenkreis wie dem Kreis Euskirchen sind die Menschen besonders davon betroffen“, so Voussem. Der aktuelle Preisanstieg um bis zu 50 Cent im Vergleich zur Vorwoche sei auch durch die beschlossene Erhöhung der Pendler-Pauschale nicht mehr auszugleichen.

Deshalb appelliert Voussem an die Bundesregierung, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Tanken wieder sozial verträglich zu machen. „Wir brauchen eine Energiepreisbremse! Bei Spritpreisen über zwei Euro pro Liter Kraftstoff drohen die explodierenden Kosten zur sozialen Frage zu werden“, so Voussem, der als Lösung vorschlägt: „Die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe und Heizöl muss von 19 auf sieben Prozent sinken. Wir müssen auch über eine Senkung auf null mit Zustimmung der EU nachdenken.“

Viele Menschen im Kreis Euskirchen seien inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem sie sich nicht mehr weiter einschränken können, um das Tanken zu bezahlen. Ein Umstieg auf Elektroantriebe ist für kleinere Einkommen zudem unerschwinglich. „Diese Leute sind auf ihr Auto angewiesen. Wenn ich nicht viel verdiene, aber viel für meine Fahrt zur Arbeit bezahlen muss, dann lohnt sich Arbeit nicht“, bringt es Voussem auf den Punkt. Hinzu komme, dass es an Alternativen mangelt, besonders der ÖPNV ist auf dem Land keine wirkliche Alternative zum eigenen PKW. Auch die Bahn fällt durch die massiven Zerstörungen infolge des Hochwassers für die nächsten Jahre als Alternative aus.

Voussem: „Der Bund nimmt viele Milliarden Euro durch die Energiesteuer ein. Dieses Geld muss jetzt an die Bürger zurückgeben werden. Die Energiesteuer muss auf das Europäische Mindestmaß gesenkt werden. Die Ampel-Koalition in Berlin muss rasch handeln!“

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